Säuglingsnahrungshersteller wollen ihre Produkte mit Aromen "aufbessern"
Sendung vom 24.10.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Aromastoffe geben wieder Anlass zu Diskussionen: Der europäische Diätverband wünscht sich eine Zulassung für die Säuglings- und Kleinkindernahrung - angeblich sollen Aromen die Entwicklung des Geschmackssinns fördern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hält dagegen.
Die Hersteller von Säuglingsnahrung würden diese gern geschmacklich etwas aufbessern. Deshalb wünschen sie die Zulassung von Aromen für ihre Babykost. Natürlich stellen sie dabei das Kindeswohl in den Vordergrund – Aromen könnten dabei helfen, den Geschmackssinn der Allerkleinsten zu schulen. Es darf jedoch angenommen werden, dass es den Herstellern gar nicht um die Bedürfnisse der Babys geht, sondern in erster Linie um die der Mütter, die die Fläschchen und Gläschen natürlich vor dem Füttern probieren. Da sie nur das Beste für ihre Kleinen wollen, werden sie logischerweise das Produkt kaufen, das ihnen selbst am besten mundet.
Kinder, die gestillt wurden, bevorzugen eine größere Geschmacksvielfalt als Flaschenkinder. Dies wird auf die geschmacklichen Nuancen der Muttermilch zurückgeführt, die wiederum aus den unterschiedlichen Speisen resultieren, die die Mutter im Laufe des Tages gegessen hat. Ein Teil der Aromastoffe geht in die Milch über. Beim standardisierten Industrieprodukt sind derartige Geschmacksabweichungen naturgemäß unerwünscht, damit die Kunden die Ware nicht beanstanden. Das ist der zweite Grund, warum ... 

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