Blei im Blut macht Kinder aggressiv
Sendung vom 14.11.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Manchmal gibt es erfreuliche Nachrichten, die keine Aufmerksamkeit erfahren, weil das Ergebnis so gar nicht zum Zeitgeist passen will. In den USA wundern sich die Kriminologen über einen unerklärlichen Trend: Bis 1990 stieg die Zahl der Verbrechen kontinuierlich an, seither sinkt sie in gleicher Weise wieder ab. Das zeigen die Daten des FBI – und nicht nur diese. Lange wurde über die Gründe gerätselt. Inzwischen zeichnet sich ab, dass wohl ein Umweltgift die zentrale Rolle spielt, eine Erkenntnis, die allerdings nicht überall auf Zustimmung stößt. Als Ursache der sinkenden Kriminalitätszahlen gilt das Verbot von Blei im Benzin. Klingt irgendwie zu einfach, um wahr zu sein.
Andererseits: Das Blei, genauer gesagt das Tetraethylblei, das früher dem Benzin als Antiklopfmittel zugesetzt wurde, wird vom Menschen unmittelbar über die Atemluft und über die Haut aufgenommen. Dutzende von Forschern sind beim Experimentieren dabei zu Tode gekommen – einschließlich seines Entdeckers. Im Körper wird das Tetraethylblei in das hochtoxische Nervengift Triethylblei umgewandelt. Es ist damit auch weitaus giftiger als gewöhnliches, sprich ...

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