Papier enthält eine Fülle von unerforschten Stoffen
Sendung vom 12.12.2014

Radio

Von Udo Pollmer

"Die Verführungskraft der Praline ist enorm", mahnt Stiftung Warentest - und kann selbst der Versuchung nicht widerstehen, der Leckerei kurz vor Weihnachten noch eins auszuwischen. Die Masche ist bekannt: Man nehme Stoffe, die als schädlich gelten und die zugleich unvermeidlich sind. An sich ein löbliches Tun, sofern es dazu beiträgt, Risiken zu mindern. Unsinnig wird es dann, wenn belanglose Rückstandsgehalte zur Gefahr hochstilisiert werden - und gleichzeitig gravierende Belastungen unter den Tisch fallen.
Stiftung Warentest hat also Mineralöle in Pralinen gefunden. Bereits vor zwei Jahren hatte die Verunreinigung in Adventskalendern großes Medienecho ausgelöst. Doch wie riskant sind diese Pralinen?
Mineralöle finden sich in vielen Lebensmitteln - und nicht nur in exotischen Schokoartikeln. Sie haben nichts mit Motoröl zu tun, sondern vor allem mit Tageszeitungen. Die fraglichen Mineralöle sind Bestandteile der Druckfarben. Beim Recycling von Altpapier werden sie gleichmäßig in der Ökopapiermasse verteilt. Die Öle gasen aus und wir atmen sie überall dort ein, wo Kartons oder Recyclingpapier herumliegen. Auf diesem Wege ...

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