Bodenverbrauch
Sendung vom 13.02.2015

Radio

Von Udo Pollmer

"Kein anderer Kontinent ist für seinen Konsum stärker auf fremdes Land angewiesen als Europa", vermeldet der Spiegel und beruft sich auf den Bodenatlas, den ein Konsortium von Umweltorganisationen vorgelegt hat. "Jeder EU-Bürger", heißt es weiter, "darunter ganz vorn die Deutschen", verbrauche "pro Jahr 1,3 Hektar Land, sechsmal so viel wie ein Einwohner aus Bangladesh." Das meiste davon ginge nach den Worten der Herausgeber "auf das Konto der intensiven Fleischproduktion, für die wir gigantische Mengen Futtermittel importieren." Angesichts solcher Zahlen sei ein Veggie-Tag pro Woche "geradezu naiv". Das prüfen wir lieber nach. Deutschland ernährt sich mit seinen knapp 17 Millionen Hektar Agrarland zu etwa 80 Prozent selbst. Wir könnten uns rein rechnerisch komplett selbst versorgen – denn 20 % unserer Äcker werden für "Energiepflanzen" missbraucht. Umgerechnet auf die 80 Millionen Bürger, benötigt also jeder von uns nur 0,2 Hektar. Die Diskrepanz zwischen den "ermittelten" 1,3 Hektar und den realen 0,2 Hektar ist erheblich. Wo also steckt das ...

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