Landwirtschaft soll schuld sein
Sendung vom 17.04.2015

Radio

Von Udo Pollmer

Wenn Bienen sterben, geraten reflexartig Pestizide in Verdacht. Aktuell stehen die Neonicotinoide am Pranger, eine Gruppe probater Insektengifte, die glücklicherweise für Säugetiere und damit auch für Menschen relativ ungiftig sind. Aber Bienen sind bekanntlich Insekten – und so erscheint ein Bienensterben durch Insektenmittel nur logisch. Mancherorts versuchen die Behörden, den betroffenen Imkern die Schäden zu ersetzen. Führt der Bienenhalter seine Völkerverluste auf Neonicotinoide zurück, gibt's Kohle vom Staat. Dann steigt die Zahl der Fälle. Für den geschäftstüchtigen Imker ist es wirtschaftlicher, das ganze Volk im Herbst nach der Honigernte abzutöten, so spart er sich die Winterfütterung. Im Frühjahr erwirbt er sogenannte Paketbienen, also eine Königin samt einem kleinen Hofstaat – "Paketbienen" heißen sie deshalb, weil sie in einem Käfig von der Größe eines Lockenwicklers per Post verschickt werden. Der Inhalt wächst im Frühjahr schnell zu einem Volk heran. Diese Art der Imkerei...

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