Pflanzenschutz
Sendung vom 24.04.2015

Radio

Von Udo Pollmer

Der 25. April war einst einer der wichtigsten Festtage im Jahr. Man feierte die Robigalia, nach heutiger Terminologie den "Welttag des Pflanzenschutzes". Der aktuelle Zeitgeist empfände das wohl eher als Provokation, da stünde ein "Tag der Pestizidopfer" auf der Agenda. Das Robigalia-Fest fand zu Ehren von Robigus statt, dem römischen Gott des Pflanzenschutzes. Sein Name bezieht sich explizit auf eine der gefürchtetsten Getreidekrankheiten, den roten Getreiderost. Damit reiche Ernten winken, sollte der Gott durch das Opfern eines roten Hundes gnädig gestimmt werden. Natürlich wurden in der Antike nicht nur magische Rituale abgehalten, sondern auch Pflanzenschutz praktiziert. Die Römer kannten die Anfälligkeit ihrer Getreidesorten für Krankheiten, sie beizten die Saaten und brachten Gift zur Insekten- und Mäusebekämpfung aus. Ihre Getreidelager bauten sie möglichst so, dass die Schädlinge darin erstickten. Das änderte sich um das Jahr 800 unserer Zeit. Damals wurde das Fest in einen kirchlichen...

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