Studie zum Herzinfarkt-Risiko
Sendung vom 05.06.2015

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Von Udo Pollmer

Die Cholesterin-Saga nahm unlängst eine unerwartete Wendung. Das Advisory-Board der US-Regierung empfahl die Warnung vor Cholesterin im Essen aufzugeben, denn es gäbe keinerlei Grund, auf die Zufuhr von Cholesterin zu achten. Die Experten setzten noch einen drauf: Es hätte niemals Belege für die Schädlichkeit von Nahrungscholesterin gegeben. Wo sind die angeblich so soliden Beweise abgeblieben? Da hilft ein Blick in die Geschichte der Cholesterinangst. Der Vater dieser Idee war der amerikanische Physiologe und Ozeanograph Ancel Keys. Bereits 1953 verdächtigte er das Cholesterin in den tierischen Fetten als Hauptschuldigen für Herzinfarkt. Doch der Durchbruch gelang ihm erst mit der berühmten Sieben-Länder-Studie, die 1958 startete. Damit versuchte Keys einen Zusammenhang zwischen tierischem Fett im Essen, dem Cholesterinspiegel im Blut und dem Risiko von Herzinfarkt zu konstruieren. Die Studie hatte zwar durchweg das Gegenteil...

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