Lebensmittelfarben
Sendung vom 11.12.2015

Radio

Von Udo Pollmer

Farbstoffe im Essen sind gefühlt eine moderne Erfindung. Dabei waren einige unserer heutigen E-Nummern schon in der Steinzeit en vogue, wie Höhlenmalereien belegen: Erdpigmente wie roter und gelber Ocker – E 172, weiße Kreide – E 170 oder schwarze Kohle – E 153. Im Laufe der Jahrtausende kamen immer neue Stoffe hinzu. So das rote Alizarin aus der Krappwurzel, das Leber- und Nierenkrebs verursacht; oder der "Gelbe Lack" aus der Kreuzdornbeere, ein brutales Abführmittel. Dazu gesellten sich farbige Mineralien wie das hochgiftige Rote Arsenik, der Zinnober, eine Quecksilberfarbe oder die orangene Bleimennige. Klingt nicht sehr gesund. Doch zu jenen Zeiten ging von Leberegeln, Bandwürmern und Kleiderläusen die größere Gefahr aus. Die Ironie der Geschichte will es, dass Farbstoffe oftmals so giftig waren, dass sie, beispielsweise im Essen, manch... 

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