Erbgutveränderung bei Lebensmitteln
Sendung vom 12.08.2016

Radio

Von Udo Pollmer

Das US-Agrarministerium hat einen genveränderten Champignon genehmigt: Er bekommt keine Druckstellen mehr, wird langsamer braun und landet deshalb nicht so schnell im Abfall. Die Sache wäre nicht der Rede wert, wenn die Behörde nicht entschieden hätte, eine Deklaration sei verzichtbar. Denn hier sei keine Fremd-DNA zum Einsatz gekommen. Es ist etwas ganz Neues: ein Lebensmittel, dessen Erbgut mit dem sogenannten CRISPR/Cas-Verfahren umgeschrieben wurde. Man nutzt dabei ein Prinzip, mit dem sich Bakterien gefährliche Viren vom Leibe halten. Mit speziellen Gen-Scheren zerschnibbeln sie das Erbgut der Angreifer – und mit diesen Scheren wurde auch das Genom des Pilzes zurechtgestutzt. Mit CRISPR/Cas wurde es möglich, schnell und präzise die DNA vieler Lebewesen zu verändern, Teile aus ihrem Erbgut zu entfernen,...

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