Vorgaben für Landwirte
Sendung vom 02.09.2016

Radio

Von Udo Pollmer

Die Handelskette Edeka hat kürzlich den Molkereien ihre Vorgaben für jene Milch mitgeteilt, die in die Tüten mit der Billigmilch soll. Die Empörung ist bei den Milchviehhaltern erwartungsgemäß groß, weil der Handel zwar fordert, aber nicht bereit ist, dafür ein höheres Milchgeld zu zahlen. Er will also Arbeit und Investitionen zum Nulltarif abgreifen. Und das in einer Zeit, in der die Milcherzeuger infolge der globalen Überproduktion unter massivem Preisdruck stehen. Der Chefredakteur des Agrarblattes Land & Forst wirft Edeka vor, sie habe mit ihren Forderungen "weder Feingefühl noch Verantwortung" gezeigt. Das wäre die Frage. Edeka fordert u.a. eine Trächtigkeitsuntersuchung vor der Schlachtung. Doch warum in aller Welt sollte ein Landwirt ein tragendes Rind zum Schlachthof bringen, er kann das Kalb doch verkaufen? Irrtum: Viele weibliche Kälber...

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