Religion und Brauchtum
Sendung vom 06.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Wenn nach der Wintersonnenwende die Tage wieder länger werden, beginnen die sogenannten Rauhnächte. Die letzte ist heute am 6. Januar. Damit endet die spukhafte Zeit zwischen den Jahren. Oft hießen die Rauhnächte auch Rauchnächte, weil man – bevor das neue Jahr begann – die bösen Geister in Haus und Stall ausräucherte. Das Heulen der Winterstürme wurde als Zeichen dämonischer Kräfte gewertet. Man glaubte, die Wilde Jagd aus verlorenen Seelen sause durch die Lüfte, angeführt von der Dämonin Frau Perchta, auch Frau Precht genannt. Die Perchtenumzüge im Süden Deutschlands, bei denen junge Burschen mit wüsten Hexenmasken durch die Dörfer ziehen, erinnern folkloristisch an die einst so gefürchtete Geisterschar. Im Volksglauben half dagegen vor allem Radau, Lärmbelästigung können die bösen Geister gar nicht leiden. Die...

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