Empörung über Vorstoß des Agrarministers
Sendung vom 20.01.2017

Radio

Von Udo Pollmer

Agrarminister Christian Schmidt hat den Verbraucherschutz entdeckt. Er fordert, Fleischimitate sollten nicht mehr als "vegetarisches Fleisch" oder "vegane Currywurst" gekennzeichnet werden. So wie auch Margarine nicht Rapsbutter heißt. Korrekte und unverwechselbare Bezeichnungen sind ein Pfeiler des Verbraucherschutzes. Naturgemäß versuchen die Hersteller dieses Prinzip auszuhöhlen, man denke nur an den Begriff "Nektar" für ein minderwertiges Saftimitat. Als die Absichten des Ministers bekannt wurden, erhob sich lautstarker Protest. "Das ist dreist", schimpfte "Spiegel Online". Die Organisation Slow Food, die sich einst für den Erhalt der Esskultur stark gemacht hatte, schlägt in die gleiche Kerbe und empfand die "Empörung", den "Hohn und Spott" als durchaus angebracht. Schließlich wolle der Minister die "Ersatzprodukte mit einer...

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