ButterFoto: Jessica Merz
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Die erste Steuer gegen ungesundes Essen steht auf der Kippe!

Die erst im Jahr 2011 eingeführte Fett-Steuer, die in Dänemark auf alle Lebensmittel erhoben wurde, die mehr als 2,3% gesättigte Fettsäuren enthalten, sollte die Bevölkerung verschlanken. Erreicht hat sie das natürlich nicht. Wie auch? Dazu müsste unser Körper ja in den selben verkorksten Schemen denken, wie die Gesundheitspolitiker. Etwas hat die Maßnahme natürlich gebracht - die Dänen kaufen ihre Butter jetzt lieber im Ausland, weil das halbe Pfund hier 30 Cent weniger kostet. Das kennt man ja schon von den Norwegern und ihrem Spirituosenerwerb .... Industrie und Handel klagen in Dänemark deshalb nicht nur über Umsatzeinbrüche, sondern auch über den bürokratischen Aufwand, bis man diese komplizierte Rechnerei bewerkstelligt hat.  

Nicht in den Medien berichtet wird...

...über die komplizierte Rechner- und Trickserei, die nötig wird, will man sein Produkt unter diese 2,3% Hürde drücken. Da müssen wertvolle tierische Fette durch pflanzliche ersetzt werden, deren physikalisches Gebahren mit chemischen Mitteln manipuliert werden muss, damit das Endprodukt nicht auseinanderfällt. Wertvoller und gesünder wird das damit sicher nicht. (Siehe auch Beitrag Lebensmittelampel)

Doch wer jetzt denkt, der gesunde Menschenverstand hätte gesiegt, wird sich bald wieder eines Besseren belehrt sehen. Den kleinen Grenzverkehr - zum Erwerb ungesunder Lebensmittel zum günstigen Preis - kann man natürlich am besten verhindern, indem man die Gesetze jenseits der Grenzen angleicht. Die "Chips-Steuer" in Ungarn und die "Cola-Steuer" in Frankreich zeigen ja, dass die Idee bereits Fuß gefasst hat. Schließlich weiß jeder Politiker, dass man am besten Geld in die leeren Staatskassen spült, indem man Produkte mit einer Zusatzsteuer belegt, an deren Erwerb die Menschen dauerhaft nicht vorbei kommen, wie z.B. Benzin, Tabak oder schmackhafte Lebensmittel.

Daraus folgt, dass man innerhalb der EU bereits an der Vorbereitung übergreifender Gesetze "zum Schutz der Gesundheit" arbeitet. "Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben" ("A Healthy Diet for a Healthy Life" - JPI HDHL) ist eine Initiative auf Europaebene, mit der wir noch viel Spaß bekommen werden. Aber überzeugen Sie sich doch selbst.... JPI HDHL