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vom 17.04.2012, 22:45 ARD

Unsere Experten sind gerngesehene Talk-Show-Gäste. Dort treffen naturgemäß unterschiedliche Auffassungen aufeinander. Für den Zuschauer ist es manchmal schwierig zu beurteilen, ob eine als "wissenschaftliche Tatsache" dargestellte Meinung tatsächlich von der Datenlage gedeckt wird. Wir haben uns deshalb entschlossen, diese nachzuliefern - damit Sie sich Ihre Meinung anhand der Fakten und frei von Polemik, Eitelkeiten und politischem Kalkül bilden können: 

Prof. Lauterbach stritt in der Sendung ab, ein gewichtsreduzierendes Medikament empfohlen zu haben.

Der Appetitzügler Sibutramin wurde jedoch als Medikament zugelassen, nachdem es in der von Prof. Lauterbach zu verantwortenden Leitlinie zur Zulassung empfohlen wurde.  

Hier das Original Dokument Seite 44.

Titelseite und Interessenkonflikt, Seite 1-3. Die Firma Knoll war damals der Hersteller von Sibutramin.

Sibutramin wurde daraufhin zugelassen. Es war ein 12 Jahre langer Kampf, der etliche Todesopfer gefordert hat, ...

Bio© Liddy Hansdottir / www.fotolia.deNachdem eine Meta-Analyse1 feststellte, dass Bio-Lebensmittel nicht gesünder sind als konventionelle, gerät die Branche in Aufruhr. Eine Fernsehreportage2 zu Missständen in derViehhaltung auf Bio-Höfen tat ihr übriges.
[1] Annals of Internal Medicine 2012 Sep 4;157(5):348-66
[2] ARD Exklusiv: Wie billig kann Bio sein

Ein aktuelles Interview mit Udo Pollmer zur Thematik erschien in der "Neuen Presse" vom 04.09.2012:

PDF-download"Gesund ist eine Glaubenskategorie" Der Lebensmittelchemiker und Fachbuchautor Udo Pollmer findet „bio“ überholt:

Bio ist nicht gesünder – überrascht Sie das?

Die Kategorie „Gesund“ ist eine Glaubenskategorie. Jeder Mensch ist anders – und für ihn sind andere Speisen gesund. Der eine verträgt keinen Milchzucker und damit keine Milch, der andere keinen Sorbit und macht deshalb einen Bogen um Äpfel.

Kaufen Sie denn lieber einen Apfel aus Bio- oder aus konventionellen Anbau?

Ich würde mir angucken, ...

Griff in die Mottenkiste: Der SPIEGEL informiert über Vitamine

Kommentar zum SPIEGEL-Artikel: Die Vitamin-Lüge, Ausgabe 3/2012

Vitamin-Pillen© photobank.kiev.ua / www.fotolia.deDer SPIEGEL hat sich eines drängenden Themas angenommen: Der „Vitamin-Lüge". Endlich prangert ein „Qualitätsmedium" das „Milliardengeschäft mit den überflüssigen Pillen" an. Und deckt auf, was jeder Leser eigentlich längst ahnte: Die dazugehörigen Machenschaften der Pharmariesen, ihre Netzwerke und ihren Lobbyismus. Auch die gesundheitlichen Risiken der Pillen und Pülverchen kommen zur Sprache. Auf diesem glitschigen Terrain Aufklärungsarbeit zu leisten, ist durchaus verdienstvoll.

Doch dann werden wieder brav die Empfehlungen von DGE oder WHO gegenübergestellt und hübsche Fotos von Obst und Gemüse eingestellt. Es folgen die üblichen pädagogischen Ratschläge, dass der adulte Zeitungsleser seinen Tagesbedarf an Vitamin E mit 90 Gramm Pflanzenmargarine und an B6 mit täglich 220 Gramm Vollkornreis (wobei natürlich offenbleibt, ob sich die Menge auf eine gekochte oder rohe Portion bezieht) und natürlich viel Grünkohl decken kann. Ganz davon abgesehen, dass ...

 PDF-downloadNicht nur Rinder und Schweine sind nachweislich vom chronischen Botulismus betroffen, einer schleichenden „Vergiftung“ mit dem Toxin von Clostridium botulinum, wie u.a. von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) im münsterländischen Horstmar-Leer vom Gründer und Leiter der Akademie, Fachtierarzt und Diplomagraringenieur Ernst-Günther Hellwig, veröffentlicht wurde.

Hund und Katze© jagodka / www.fotolia.deJetzt scheint auch der Nachweis bei Hunden und Katzen dieser unheimlichen Erkrankung vollzogen zu sein. Und damit müssen die Forderungen des hohen Forschungsbedarfs, die die GÖTTINGER ERKLÄRUNG der AVA fordert, noch deutlicher herausgestellt werden. Seit ca. zwei Jahren diagnostiziert die engagierte Tierärztin für Heimtiere, Dr. Christina Heigl aus Kolbermoor (Bayern), ein neues Krankheitsgeschehen bei Hunden und Katzen in Europa. Ohne Behandlung endet diese Erkrankung fast immer tödlich. Selbst auch Besitzer erkranken an dieser unheimlichen Infektion. ....

PDF downloadChristian Dueblin: Sehr geehrter Herr Pollmer, Sie sind bekannt dafür, immer wieder brisante Themen aus dem Bereich der Nahrung auf Ihre ganz persönliche Art und Weise zu behandeln und kritisch zu hinterfragen. Für viele Ihrer Aussagen wären Sie zur Zeit von Giordano Bruno mit grösster Wahrscheinlichkeit auf dem Scheiterhaufen gelandet. Es gibt, wenn man Berichte über Sie liest, offenbar Menschen, die Sie hassen.

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Udo Pollmer: Die Wahrscheinlichkeit ist tatsächlich gross, dass ich längst auf dem Scheiterhaufen gelandet wäre (lacht). Wenn man sich kritisch über religiöse Themen äussert, schlägt einem so manches Mal der Zorn der Rechtgläubigen entgegen. Das hat ja auch überschaubare Gründe: Viele Menschen definieren sich über Äusserlichkeiten, über ihren Körperbau und ihr Aussehen.

Wenn man darauf hinweist, dass sie ihren Körperbau, ihre langen Beine oder den hageren Wuchs genetisch Papa und Mama verdanken und kein persönliches Verdienst sind, entzieht man ihnen einen Teil ihrer Identität. Es sind vor allem Frauen, die auf meine Aussagen mit Hass, Wut und gespielter Empörung reagieren...