Warum ein Nährpulver schmackhafte Speisen nicht ersetzen kann
Sendung vom 19.09.2014

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Von Udo Pollmer

Eine Pille, die alle Nährstoffe enthält - und uns ohne Essen gesund hält. Diese Idee geistert immer wieder mal durch die Medien. Schlagzeilen macht derzeit ein Start-up-Unternehmen aus den USA, das Pulver statt Mahlzeiten verkauft.
Ein neues, synthetisches "Fertiggericht" macht im Internet Furore: eine Tüte mit Pulver namens Soylent. Das Pulver soll, wie es allerorten heißt, das "Ende vom Essen" einläuten. Angeblich enthält es alle Substanzen, die der Mensch zum Leben braucht. Die Idee stammt von einem Start-up-Unternehmen in den USA, das mit seinem ursprünglichen Plan, Mobilfunktürme zu bauen, gescheitert war. Was lag nach dieser Bruchlandung näher, als sich mit Ernährung zu befassen?
Durch Crowdfunding bekamen die Ingenieure in Windeseile 3,5 Millionen Dollar für das Projekt zusammen. Und durch Googeln entdeckten sie 35 Nährstoffe, die sie nun im Chemikalienhandel einkaufen. Das fertige Pulver muss der Kunde nur noch mit Wasser anrühren und ... 

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Sendung vom 12.09.2014

Radio

Von Udo Pollmer

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Warum der Borschtsch früher grün war
Sendung vom 05.09.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Das slawische Nationalgericht, der Borschtsch, wird heute als roter Eintopf mit Fleisch serviert. Sein Name verweist allerdings auf ein Gemüse mit einer ganz anderen Farbe, das auch bei Schnapsbrennern beliebt war.
In den slawischen Nationen wie Polen, Russland oder der Ukraine gilt der Borschtsch seit alters als Nationalgericht. Wir kennen ihn heute als säuerlichen Gemüseeintopf mit Roter Beete und Fleisch. Der Name verrät aber, dass der tiefrote Borschtsch früher ziemlich grün gewesen sein muss, denn seine Hauptzutat waren nicht Rote Beete, sondern eine Pflanze namens Barszcz. So heißt in den slawischen Sprachen der Bärenklau.
Der Bärenklau ist ein Doldenblütler – so wie Petersilie, Dill und Sellerie. Aufgrund seiner stattlichen Größe von 1,50 Meter und seines weißen, schirmförmigen Blütenstandes wird er leicht mit dem giftigen Riesenbärenklau verwechselt. Deshalb ist ...

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Gen-Mikroben auf unserer Haut
Sendung vom 29.08.2014

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Von Udo Pollmer

Beim Thema Genmais und Gensoja sehen Umweltschützer rot. Doch Gentechnik steckt längst in unzähligen Produkten des täglichen Bedarfs – worüber sich kaum jemand aufregt. Die Kritik der Gengegner ist scheinheilig, sagt daher Udo Pollmer.
Lange stand die Gentechnik pauschal wegen "unbeherrschbarer Risiken" in der Kritik. Das hat sich klammheimlich geändert. Die Gentechnik stört überhaupt nicht mehr – außer auf dem Acker. Bei einer Genmanipulation zum Zwecke der Herstellung von Leder, von Socken oder von Papier zucken die Kritiker mit der Achsel. Wird sie für Lebensmittel genutzt, kommt es drauf an: Gentechnik zur Gewinnung von Glutamat, Zitronensäure oder Vitaminen juckt niemanden – eine Deklaration ist überflüssig. Taucht aber irgendwo "Genmais" oder "Gensoja" auf, schwillt den Kritikern der Kamm und sie ...

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Die Mär vom gesunden Vollkornreis
Sendung vom 22.08.2014

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Von Udo Pollmer

Das Vitamin B1 gilt als wertvolles Nervenvitamin. Ein B1-Mangel soll die Krankheit "Beriberi" auslösen. Deshalb bloß Naturreis und keinen polierten Reis essen! Warum das aber ganz und gar nicht stimmt, entlarvt Ernährungsexperte Udo Pollmer.
Die wunderbare Welt der Vitamine gibt schon wieder Anlass zum Staunen: Bisher hatte das Vitamin B1, auch Thiamin genannt, eine blütenweiße Weste: Es galt als Chemikalie, die selbst in hoher Dosierung keinerlei Schaden anrichten kann. Nun nimmt auch dieser Mythos ein böses Ende. Ein Forscherteam aus San Francisco und Peking stieß beim Studium des Thiamin-Stoffwechsels auf ein merkwürdiges Phänomen: B1 rief im Tierversuch, wenn es in höherer Dosis verabfolgt wurde, einen Leberschaden hervor, genauer gesagt eine Fettleber.
Erstaunlich, dass man nichts von ...

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