Indien verspeist seine Heiligen Kühe
Sendung vom 26.09.2014

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Von Udo Pollmer

Von wegen Vegetarier! Der Rindfleisch-Export aus Indien ist rasant gestiegen, die Inder haben sogar den bisherigen Spitzenreiter Brasilien überholt. Im Land selbst wird auch zunehmend Fleisch konsumiert - und die Heiligen Kühe mit allerlei Tricks doch zur Schlachtbank geführt.
Endlich gibt es wieder eine erfreuliche Nachricht in Sachen Ernährung: Indien ist Export-Weltmeister - beim Rindfleisch. Es ist noch gar nicht so lange her, da war der Subkontinent ein Symbol für den "Welthunger". Damals empfahlen deutsche Stammtische den Indern, ihre Heiligen Kühe zu schlachten, um satt zu werden. Die Ironie der Geschichte will es, dass heute genau diese Situation eingetreten ist: Indien hat den bisherigen Rindfleisch-Export-Weltmeister Brasilien überholt.
Noch glauben Viele, in Indien dürften keine Rinder geschlachtet oder gegessen werden. Das ist natürlich Unsinn, denn dort leben nicht nur Hindus, sondern auch viele Moslems. Letztere dürfen Rinder schlachten und Steaks essen, bei ihnen sind dafür Schweinswürstel tabu. Da die muslimischen Metzger halal schlachten, also entsprechend ihren religiösen Vorschriften, sind die arabischen Staaten ein wichtiger Exportmarkt für Indien. Dazu kommt, dass in Indien ...

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Warum ein Nährpulver schmackhafte Speisen nicht ersetzen kann
Sendung vom 19.09.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Eine Pille, die alle Nährstoffe enthält - und uns ohne Essen gesund hält. Diese Idee geistert immer wieder mal durch die Medien. Schlagzeilen macht derzeit ein Start-up-Unternehmen aus den USA, das Pulver statt Mahlzeiten verkauft.
Ein neues, synthetisches "Fertiggericht" macht im Internet Furore: eine Tüte mit Pulver namens Soylent. Das Pulver soll, wie es allerorten heißt, das "Ende vom Essen" einläuten. Angeblich enthält es alle Substanzen, die der Mensch zum Leben braucht. Die Idee stammt von einem Start-up-Unternehmen in den USA, das mit seinem ursprünglichen Plan, Mobilfunktürme zu bauen, gescheitert war. Was lag nach dieser Bruchlandung näher, als sich mit Ernährung zu befassen?
Durch Crowdfunding bekamen die Ingenieure in Windeseile 3,5 Millionen Dollar für das Projekt zusammen. Und durch Googeln entdeckten sie 35 Nährstoffe, die sie nun im Chemikalienhandel einkaufen. Das fertige Pulver muss der Kunde nur noch mit Wasser anrühren und ... 

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Sendung vom 12.09.2014

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Von Udo Pollmer

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Warum der Borschtsch früher grün war
Sendung vom 05.09.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Das slawische Nationalgericht, der Borschtsch, wird heute als roter Eintopf mit Fleisch serviert. Sein Name verweist allerdings auf ein Gemüse mit einer ganz anderen Farbe, das auch bei Schnapsbrennern beliebt war.
In den slawischen Nationen wie Polen, Russland oder der Ukraine gilt der Borschtsch seit alters als Nationalgericht. Wir kennen ihn heute als säuerlichen Gemüseeintopf mit Roter Beete und Fleisch. Der Name verrät aber, dass der tiefrote Borschtsch früher ziemlich grün gewesen sein muss, denn seine Hauptzutat waren nicht Rote Beete, sondern eine Pflanze namens Barszcz. So heißt in den slawischen Sprachen der Bärenklau.
Der Bärenklau ist ein Doldenblütler – so wie Petersilie, Dill und Sellerie. Aufgrund seiner stattlichen Größe von 1,50 Meter und seines weißen, schirmförmigen Blütenstandes wird er leicht mit dem giftigen Riesenbärenklau verwechselt. Deshalb ist ...

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Gen-Mikroben auf unserer Haut
Sendung vom 29.08.2014

Radio

Von Udo Pollmer

Beim Thema Genmais und Gensoja sehen Umweltschützer rot. Doch Gentechnik steckt längst in unzähligen Produkten des täglichen Bedarfs – worüber sich kaum jemand aufregt. Die Kritik der Gengegner ist scheinheilig, sagt daher Udo Pollmer.
Lange stand die Gentechnik pauschal wegen "unbeherrschbarer Risiken" in der Kritik. Das hat sich klammheimlich geändert. Die Gentechnik stört überhaupt nicht mehr – außer auf dem Acker. Bei einer Genmanipulation zum Zwecke der Herstellung von Leder, von Socken oder von Papier zucken die Kritiker mit der Achsel. Wird sie für Lebensmittel genutzt, kommt es drauf an: Gentechnik zur Gewinnung von Glutamat, Zitronensäure oder Vitaminen juckt niemanden – eine Deklaration ist überflüssig. Taucht aber irgendwo "Genmais" oder "Gensoja" auf, schwillt den Kritikern der Kamm und sie ...

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