Steckbrief: Bitterstoffe in Zucchini

von Tizian Klingel, Lebensmittelchemiker

Zucchini wrapsZucchini sind während der Grillsaison sehr beliebt. Wenn das Gemüse jedoch aus selbst gewonnenem Saatgut gezogen wurde, sind Vergiftungen nicht auszuschließen.
Foto: Dana Tenti
Lizenz: CC 0 1.0 Universal

Kürbisse, Zucchini und Gurken werden gern im heimischen Garten angepflanzt. Doch Vorsicht gilt beim Verzehr – neben bitterem Geschmack kann es sogar zu tödlichen Vergiftungen kommen.

Was gibt es schöneres als selbstangebautes Gemüse? Es gilt als schmackhafter und vor allem: Man weiß was man hat. Aus dieser Überzeugung heraus pflanzen viele Hobbygärtner Kürbisse, Zucchini und Co. im eigenen Garten. Gerne werden die Früchte auch mal verschenkt, was einem 79-jährigen Mann aus Heidenheim 2015 zum Verhängnis wurde. Beim Verspeisen eines Zucchiniauflaufs zog er sich eine tödliche Vergiftung zu, seine Frau überlebte die Mahlzeit. Verantwortlich dafür waren pflanzeneigene Bitterstoffe, sogenannte Cucurbitacine.

Die Bitterstoffe

Zucchini, Kürbis, Gurke und Melone gehören allesamt zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Diese enthalten ziemlich giftige Bitterstoffe, die sie vor Fraßfeinden und Krankheiten schützen sollen. Sie gehören wie...

In eigener Sache

Auf der Webseite des EU.L.E. e.V. wird häufig behauptet, dass die allermeisten Nachrichten und Studien aus dem Bereich der Ernährungswissenschaften das PDF nicht wert sind, in dem sie gespeichert sind. Von "Garbage In - Garbage Out (GIGO)" war bei den hochwissenschaftlichen Berechnungen der Ökotrophologie häufig die Rede. Der Fachmann staunt entsetzt und der Laie wundert sich über nichts mehr.

Jetzt sind weitere Behauptungen publik geworden, bei Klima- und Wetterkunde gäbe es ähnliche Zustände. Doch lesen Sie selbst:
=> Kachelmann über Dürre-Warnungen der Medien

 

Im aktuellen Wahlkampf fordern grüne Politiker einen "Vegetarischen Tag" einzuführen.

Mal abgesehen von der politisch äußerst bedenklichen Unart, uns vorzuschreiben, was wir an welchem Tag essen dürfen - wie sinnvoll ist Vegetarismus eigentlich? Schont er tatsächlich unsere Agrarflächen und unser Klima? Wird dadurch die Lebensmittelversorgung der Welt verbessert?

Dazu ein Auszug aus dem EU.L.E.N-SPIEGEL "Vegetarier & Tierrechtler": PDF-download

Vegetarische Legende Nr. 3:
Die Produktion von Futter blockiert zwei Drittel der Agrarfläche

Von den weltweit knapp 5 Milliarden Hektar Agrarland werden tatsächlich nur 1,4 Milliarden beackert.10 3,4 Milliarden Hektar – also sogar mehr als zwei Drittel – dienen ausschließlich der Produktion tierischer Lebensmittel. Was für eine Verschwendung! Doch genau das ist ein gefährlicher Irrtum in Sachen Ökologie. Denn diese 3,4 Milliarden Hektar sind überwiegend Dauerweideland - meist in trockenen oder kalten Regionen.12 Dieses Land eignet sich nicht für den Ackerbau.
Wenn man die Steppen und die kühlen Regionen der Erde besiedeln will, dann geht das nur mit Weidewirtschaft – nicht nur im Allgäu, auch in der Prärie, dem Outback, der Pampa oder in Kasachstan. Egal wo, die Flächen, die zur Erzeugung von Rindfleisch dienen, sind global betrachtet überwiegend Landstriche, auf denen seit jeher nur Gras wächst - und nicht der allseits beschworene brandgerodete Urwald.

Bodennutzung 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rinder züchten im Pansen allerlei Mikroben, und diese verdauen mit Vergnügen Gras, Stroh und andere für uns unverdauliche Rohstoffe. Diese Mikroben wiederum ...

 

Udo Pollmer - Was Etiketten verschweigen - Zum Download im ecxlusiven Mitgliederbereich

 

  • Zusatzstoffe gehören ins MuseumZusatzstoffe 2017
  • Das Deutsche Zusatzstoff- Museum stellt sich vor
  • Zusatzstoffe: vermeidbares Risiko?
  • Tricksen, täuschen, tarnen: die leidige Deklaration
  • Farbstoffe
  • Konservierungsmittel
  • Antioxidantien
  • Verdickungsmittel
  • Füllstoffe
  • Emulgatoren
  • Säuerungsmittel und Säureregulatoren
  • Aromastoffe und 100 Geschmacksverstärker
  • Süßstoffe & Zuckeraustauschstoffe
  • Vitamine
  • Zusätze zur Nahrungsergänzung

 u.v.m.

                 

 

Alle Diäten sind gleich – gleich unwirksam!

Gemuese Augen© chrisdorney / www.fotolia.deInzwischen herrscht wissenschaftlicher Konsens, dass alle Diäten gleich unwirksam sind – egal welcher neuen Marketingtricks sich die Verkäufer bedienen. Nichtsdestotrotz erscheinen immer wieder Studien auf der Medienbildfläche, die vermeintliche Vorteile bestimmter Diätformen kolportieren. So wollte jüngst eine Untersuchung der Tulane University (New Orleans) weismachen: mit LowCarb nehme man mehr ab als mit LowFat und gleichzeitig schütze man auch noch sein Herz-Kreislaufsystem. „Auch wenn die Autoren den derzeit populären LowCarb-Trend nähren – die Originalarbeit lässt diese Schlussfolgerungen nicht im Geringsten zu, ganz im Gegenteil“, so Ernährungswissenschaftler Uwe Knop. „Das Paper ist unterstes wissenschaftliches Niveau und derart voller Ungereimtheiten, statistischer Tricksereien und fehlender Daten, so dass es in der kalten Jahreszeit nur eine Verwendung dafür gibt: ab in den Kamin zur kalorischen Verwertung“, ergänzt Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.).

Die Autoren brennen in der Originalarbeit ein Feuerwerk an Täuschungsmanövern ab, das...