- Details
aus EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2012 S.10-11![]()
Ist da etwa eine Schraube locker? Oder das Wasserrad schon so klapprig, dass es sogar das Rauschen des Baches übertönt? Nein. Am lauten Klappern erkannten Müller wie Wandersmann, dass hier regionale Qualität produziert wird. Doch was war vor 200 Jahren Qualität - namentlich im Lande der k.u.k-Mehlspeisen - als Wilhelm Müller das besagte Lied komponierte? Es muss wohl feines Mehl gewesen sein. Denn Apfelstrudel, Marillenknödel oder Kaisersemmeln aus Vollkorn - einfach undenkbar! Schlimmer noch als Rührei mit Eierschalen und Hühnerfedern.
Werfen wir einmal einen Blick in eine typische Mühle, wie sie jahrhundertelang in Mitteleuropa in Gebrauch war. Abb. 1 stammt aus dem berühmten Werk Theatrum machinarum novum von Georg Andreas Böckler aus dem Jahr 1661: Der Müller blickt auf den Zulauf des Beutelkastens.1 Das Mehl darinnen ist Weißmehl. Woran erkennt man das?...
- Details
Griff in die Mottenkiste: Der SPIEGEL informiert über Vitamine
Kommentar zum SPIEGEL-Artikel: Die Vitamin-Lüge, Ausgabe 3/2012
Der SPIEGEL hat sich eines drängenden Themas angenommen: Der „Vitamin-Lüge". Endlich prangert ein „Qualitätsmedium" das „Milliardengeschäft mit den überflüssigen Pillen" an. Und deckt auf, was jeder Leser eigentlich längst ahnte: Die dazugehörigen Machenschaften der Pharmariesen, ihre Netzwerke und ihren Lobbyismus. Auch die gesundheitlichen Risiken der Pillen und Pülverchen kommen zur Sprache. Auf diesem glitschigen Terrain Aufklärungsarbeit zu leisten, ist durchaus verdienstvoll.
Doch dann werden wieder brav die Empfehlungen von DGE oder WHO gegenübergestellt und hübsche Fotos von Obst und Gemüse eingestellt. Es folgen die üblichen pädagogischen Ratschläge, dass der adulte Zeitungsleser seinen Tagesbedarf an Vitamin E mit 90 Gramm Pflanzenmargarine und an B6 mit täglich 220 Gramm Vollkornreis (wobei natürlich offenbleibt, ob sich die Menge auf eine gekochte oder rohe Portion bezieht) und natürlich viel Grünkohl decken kann. Ganz davon abgesehen, dass ...
- Details
aus EU.L.E.N-SPIEGEL 1/2010 S. 24
Im EU.L.E.N-SPIEGEL 2-3/2008 zum Thema Nanotechnologie hatten wir die Vision vorgestellt, Gebrauchsgegenstände in einem 3-D-Drucker, einem sogenannten Fabber herzustellen. Diese Idee wurde nun für Verköstigungszwecke weitergesponnen:
Gemälde von Pieter Bruegel der Ältere
Studenten des Massachusetts Institute of Technology haben einen Fabber namens Cornucopia entworfen. (Der Name leitet sich vom lateinischen Füllhorn - Cornu copiae - ab, dem Schlaraffenland der Antike.) Statt Toner oder Kunststoffpartikeln enthält der Küchenfabber Lebensmittelzutaten. Sie werden im Druckkopf gemischt und Lage für Lage „ausgedruckt". Die Anlage kann heizen oder kühlen, je nachdem ob es Suppe oder ein gemischtes Eis geben soll. Geht eine der Zutaten zur Neige, ...
- Details
... erfahren Sie im EU.L.E.N-SPIEGEL 4/2008, der derzeit zum kostenlosen => Download zur Verfügung steht:
- Details
Der Zankapfel aus dem Hause REWE - da ist der Wurm drin!
Am Sachverstand unserer Kultusministerien wird nicht erst seit der der Einführung des „G8-Gymnasiums“ von vielen Eltern gezweifelt. Nun keimt aber nach einer Stellungnahme zum geplanten „Apfeltag“ von REWE wieder Hoffnung auf. Der Sprecher des hessischen Kultusministeriums Christian Henkes wies die Aktion des Handelshauses in ihre Schranken: »Um 11 Uhr wird an den Grundschulen Unterricht gemacht und kein Apfel gegessen.« Werbemaßnahmen – auch für große Handelskonzerne - seien an Schulen nicht zugelassen.
Dabei war alles so klug eingefädelt, um die Schüler zu Werbezwecken zu instrumentalisieren. Der Lehrkörper hat den Köder der Marketingabteilung begierig geschluckt: Über 500 Schulen mit über 1 Millionen Schülern hatten ihre Teilnahme zugesagt. Das hessische Kultusministerium wurde erst durch Eltern auf die Aktion aufmerksam, die per Flugzettel zwar informiert, aber nicht um Einwilligung gebeten worden waren. Im Zeichen der „Gesunden Ernährung“ ist einfach alles erlaubt. REWE verbindet mit der Aktion natürlich einen caritativen Zweck. Die MitarbeiterInnen des Haues Rewe können soviele Äpfel wie sie wollen essen oder in ihren Märkten an die Kunden kostenlos verteilen. Aber bitte nicht an Schüler, die dann unter Anleitung der Lehrer per Gruppenzwang in Äpfel beißen und werbewirksam in die Kamera schauen. Es gibt unter Kindern etliche Apfelallergiker! – ob sie in der...







