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„Junkfood lässt Gehirn schrumpfen!“

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Oberstübchen in GefahrPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 5-6/2010 S. 44 

Ungesundes Essen macht, so weiß SpiegelOnline, „nicht nur dick, sondern auch doof". Durch Junk Food „können ganze Hirnregionen schrumpfen", was via „Teufelskreis" dazu führt, dass „das Essverhalten weiter außer Kontrolle gerät". Das hat weitreichende Konsequenzen: „Größerer Hüftumfang geht mit einem kleineren Gehirn einher". Meine Damen, hüten Sie sich vor dem Klimakterium – oder noch besser vor dem Blick in den „Spiegel"!



Kind mit Hamburger
© Numérik / www.fotolia.de

Das Qualitätsmedium beruft sich auf eine Studie, derzufolge Zucker und Fett im Essen den Hippocampus ruinieren. Bei vielen Übergewichtigen sind bekanntlich einige Entzündungsparameter erhöht, eine Folge des metabolischen Syndroms. Das verleitet die Forscher zur Annahme, damit würde die Blut-Hirn-Schranke porös, was wiederum die Menschen in unkontrollierbare Zombies verwandle, die ihrer Fressgier nachgeben und unweigerlich verfetten. Das haben die Insassen des Ressorts Gesundheit wohl schon immer geahnt...

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„Kraut und Rüben haben mich vertrieben,

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von Jutta MuthPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 1/2010 S. 18-19 



Kraut und Rueben 1
Besser ein spätes Abendessen als Frühstück zu nachtschlafender Zeit

hätt' meine Mutter Fleisch gekocht, so wär ich da geblieben". Schon Johann Sebastian Bach hielt wohl nicht all zuviel von der Küche seiner Mutter. Hätten sich doch die vielen Ratgeber zur Kinderernährung an dieses Sprüchlein erinnert! Doch hier herrscht seltene Einigkeit: Kräuter und Körner statt Fleisch und Fett, samt einer Menge psychologischer Tricks, wie man die Kinder dazu bringt, das zu essen, was sie nicht mögen und dafür alles liegen zu lassen, was Kinderherzen höher schlagen lässt.

Die Ratgeber versuchen stets den Eindruck zu erwecken, die Kleinen würden geduldig und sanft geleitet - sollen sie doch nur um ihrer Gesundheit willen das aktuell richtige Essverhalten lernen. Wer die physiologischen Bedürfnisse von Kindern kennt, wundert sich nicht, wenn die Kinder dann versuchen, sich diesen „Mahlzeiten" zu entziehen, führt dies meist zu noch rigoroseren Erziehungsmaßnahmen. Dabei...

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Cola-Update

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von Udo PollmerPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 5/2008 S. 17-19



Colaflasche
© karandaev / www.fotolia.de

Vor genau zehn Jahren widmete sich der EU.L.E.N-Spiegel den Colagetränken (vgl. Heft 6/1998). Damals konnten wir das Geheimnis des „guten Geschmacks" über die psychotrope Wirkung erklären. Sie beruht auf dem Zusammenwirken zweier serotonerger Inhaltsstoffe (Zucker und Koffein) mit dem Amphetamin MMDA, das aus dem Aromastoff Myristicin gebildet wird. Über die gesundheitlichen Effekte von Cola ließ sich nur spekulieren. Immerhin gab es Hinweise auf geringere Knochendichte, verminderte Fruchtbarkeit und schlechtere Zahngesundheit. Ein guter Grund, die Datenlage des Symbolgetränks – einst für den American Way of Life, heute für eine verantwortungslose Ernährungsform – erneut zu prüfen.

Soeben hat das schwedische Karolinska-Institut einen Mäuseversuch publiziert, den es aus unbekannten Gründen über ein Jahrzehnt in seinen Schubladen reifen ließ. Damals wurde der Knochenstoffwechsel der Nager szintigraphisch untersucht, nachdem sie sechs Tage lang Coca-Cola getrunken hatten. Das Ergebnis ist mehr als verwirrend. Denn nach bisheriger Lehrmeinung würde man erwarten, dass das Phosphat auf chemischem Weg durch seine komplexierende Wirkung den Calciumstoffwechsel beeinträchtigt oder auf hormonellem Weg einen Hyperparathyreodismus auslöst, der seinerseits zum Knochenabbau führt. Das Gegenteil trat ein: Es kam zu einer verstärkten Knochenbildung.5 Die Forscher sind ratlos. Sind diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar? Die Framingham Osteoporosis Study,...

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Vegetarier kontra Fleischfresser: alles Ansichtssache

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von Jutta MuthPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 3-4/2007 S. 3-4



Loewe
© PeterBetts / www.fotolia.de
Ausgehend von der alten Diskussion, ob der Mensch ein Pflanzen-, Fleisch- oder Allesfresser ist, begannen Ernährungsexperten jedweder Couleur, die Verdauungssysteme ausgewählter Tierarten zu vergleichen.
Dabei entstanden populäre Modelle, die auf den ersten Blick überzeugend wirken, sich aber allein durch Gegenüberstellung ad absurdum führen. So gelang es durch die geschickte Auswahl passender Kriterien, den Menschen den Fleischfressern zuzurechnen (siehe Tabelle „Fleischfresser-These").
Allerdings ist der Vergleich mit dem Schaf ebenso wenig sinnvoll wie der mit dem Hund. Er belegt nur, dass der Mensch nicht auf cellulosereiches Grünfutter spezialisiert ist. Um dieses zu verwerten, benötigt das Schaf einen kräftigen Kiefer zum intensiven Kauen, große Magen- bzw. Darmkapazitäten und reichlich Fermentationsbakterien.
 
  Fleischfresser-These:        
             
     Mensch   Hund   Schaf

Zähne    Höckrige Backenzähne    Höckrige Backenzähne    Flache Backenzähne

Kiefer   Kauen unwichtig   Kauen unwichtig   intensives Kauen

Magen  
Kapazität ca. zwei Liter; Bakterien nicht vorhanden; keine Celluloseverdauung
 
Kapazität ca. zwei Liter; Bakterien nicht vorhanden; keine Celluloseverdauung
 
Kapazität ca. 32 Liter; Bakterien vorhanden; Celluloseverdauung zu 70 Prozent 

Darm  
Größenverhältnis
Körper : Darm =1:5; Fäulnisbakterien 
 
Größenverhältnis
Körper : Darm =1:6; Fäulnisbakterien 
 
Größenverhältnis
Körper : Darm = 1:27; Fermentationsbakterien 

 

Vom Raubtier zum Rindvieh

Natürlich haben es sich auch die Vegetarier nicht nehmen lassen,...

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Abführ-TV: „Zu gut deutsch ‚Scheiße’“

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von Jutta MuthPDF-download

aus EU.L.E.N-SPIEGEL 3-4/2006 S. 40

Endlich ist es so weit: Das im englischen Fernsehen erfolgreiche Format „You are what you eat!" kommt als „Du bist, was Du isst" ins deutsche TV-Programm. Mit der Doku-Soap möchte RTL an die Quote der Erziehungsserie „Die Super-Nanny" anknüpfen, von der es inzwischen auch eine „Tier-Nanny" gibt. In der ersten Folge besucht die Diät-Nanny Kirstin Ellert,



Klistier
© PeJo / www.fotolia.de

ihres Zeichens Ökotrophologin, eine junge Frau in deren Küche. Sie inspiziert den Kühlschrank und die Speisekammer der Abnehmwilligen, dann räumt sie alles aus, was nicht „wertvoll" ist. Originalton Ellert: Das, was du da isst, ist „richtig viel, zu gut deutsch‚ Scheiße'". Schließlich werden die üblicherweise von der Kandidatin verzehrten Lebensmittel auf einem Tisch aufgebaut, damit sie und die Zuschauer den großen Haufen „Scheiße" angewidert bestaunen können.

Innere Werte

Als nächstes kommt die mollige Körperform der 19-Jährigen aufs Tapet. Damit sich die Zuschauer an ihren Speckröllchen ergötzen können, wird sie in hautenger Kleidung von allen Seiten dem öffentlichen Geschmack preisgegeben. Nun geht es ans Eingemachte: Die Expertin durchleuchtet die inneren Ernährungswerte der Dame, indem sie ihr Kärtchen mit Fäkalabbildungen präsentiert. Dabei handelt es sich nicht um einen Bestimmungskurs für Studenten der Forstwirtschaft, die lernen sollen, ob hier Spitzmaus oder Elch gekötelt haben. Nein, die junge Frau soll...

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