von Lebensmittelchemiker Udo Pollmer

"Rotes" Fleisch und Wurst sind also schuld am Krebs. So lautet aus Sicht unserer Medien das erschröckliche Ergebnis einer Studie der WHO. In deren Metaanalyse seien die Daten aus über 800 Studien eingeflossen. Was will man mehr?

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Weniger Fleisch könnte Klima & Umwelt  schaden!

TreibhausSitzen wir bald alle im Treibhaus?
Foto: Hephaestos
Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wer das Weltklima retten will, müsse weniger Fleisch essen - denn Flexitarismus sei der Schlüssel einer klimaschonenden Ernährungsweise, so die Botschaft zahlreicher Medienberichte1. Basis dieser „Weniger Fleisch = besseres Klima“-Meldungen war eine schwedische Science-Fiction-Study, die verschiedene Szenarien zur Klimaentwicklung in Abhängigkeit vom Essverhalten vorhersagte2. „Diese Studie macht den Bock zum Gärtner, denn mehr Pflanzenkost statt Fleisch kann genauso schädlich für Klima und Umwelt sein“, so Udo Pollmer, Wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.). „Ein wesentlicher Grund dafür ist simpel: Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO ist über die Hälfte des landwirtschaftlich nutzbaren Landes dieser Erde nur für die Tierhaltung geeignet. Werden dort keine Tiere gehalten, werden dort Wildtiere weiden, die gleichermaßen Treibhausgase wie Methan emittieren.“

Und diese schwedische Anti-Fleisch-Studie zeigt (allerdings versteckt im Anhang) noch etwas: Bei einem starken Anstieg des Fleischverzehrs...

Udo Pollmers Mahlzeit
Sendung vom 04.05.2018

Radio

Von Udo Pollmer

Weil die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln wächst, damit versuchen Produzenten und Politik Schritt zu halten. Das hat teilweise Folgen, die mit Umweltschutz nichts mehr zu tun haben, meint Udo Pollmer. Der Bio-Landbau eilt von Erfolg zu Erfolg, das Angebot so vielseitig wie billig. Bei Fleisch sind viele Kunden besonders empfindlich. Die Nachfrage nach Bio-Schweinefleisch steigt jedes Jahr um 20 Prozent. Doch tatsächlich werden in Deutschland nur 0,5 Prozent der Schweine biologisch erzeugt. Der Preis, den der Erzeuger für sein Bioschwein erhält, ist immerhin zwei- bis dreimal so hoch wie der für konventionelle Tiere. Dazu kommen Zuschüsse beim Stallumbau. Doch das reicht nicht, weil der Aufwand ungleich höher ist, die Produktivität jedoch gering. Biofuttermittel sind teuer: Die Futtererbsen liefert Litauen, das Biosoja kommt aus China und...

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Sündenbock gesuchtPDF download

von Andrea Pfuhl

2BienenHonigbienen leben gefährlich. Viele Bürger fürchten, das niedliche Haustier könnte, malträtiert durch Pestizide, Monokulturen und Klimawandel, bald ausgesummt haben, denn seit Jahren werden sie mit Schlagzeilen konfrontiert wie „Lautlos sterben weltweit Milliarden von Bienen“, „Für ihren Tod ist vor allem der Mensch verantwortlich“ und „Pestizide haben verheerende Auswirkungen auf das Bienengehirn“. Die Schuldigen sind schnell gefunden: „Nach Ansicht von Naturschützern und Imkern sind Pestizide für das dauerhafte Massensterben verantwortlich“.14,17,18 Zur Freude der Umweltverbände und vieler Imker und zum Ärger der Landwirte hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) im April 2013 daher drei Insektizide aus der Klasse der Neonicotinoide vorerst für zwei Jahre verboten: Imidacloprid, Clothianidin und Thiamethoxam.49 Grundlage für diese Entscheidung waren öffentliche Bedenken, diese „Neonics“ seien spezifisch für das weltweite Honigbienensterben verantwortlich. Doch was als Sieg für die fleißigen Immen gefeiert wurde, hat die Brüsseler Behörde...

Brauchen wir Konservierungsmittel überhaupt, und wie sieht es mit den modernen Verfahren aus? Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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