„Fast eine halbe Milliarde Euro pro Jahr zusätzlich!“

 

Kaffee mit Herz© Vasca / www.fotolia.de

In der verbitterten Diskussion über eine Zuckersteuer auf Softdrinks möchten Lebensmittelchemiker Udo Pollmer und Ernährungswissenschaftler Uwe Knop eine Gerechtigkeitslücke schließen, de facto ein Hintertürchen, das sich die Gesundheitspolizei offen hält, um sich selbst vor der von ihr geforderten Zuckersteuer zu drücken. „Wir halten eine Zucker-im-Kaffee-Steuer (ZiKS) für alternativlos. Denn die ist gerechter und ergiebiger.“

Pollmer erklärt: „Aus wissenschaftlicher Sicht ist eine Zuckersteuer auf Softdrinks nicht zielführend, denn gemäß Robert Koch-Institut trinken über 80% der Kinder und Jugendlichen weniger als einmal am Tag Limo & Co. [1]. Zweitens zeigen manche Studien, dass zwar Süßgetränke mit Übergewicht korrelieren – aber es ist nicht der Zucker, sondern die Süßstoffe, die mit Übergewicht verbunden sind [2].

Durch die aktuell geforderte Softdrinksteuer würde, wie man gerade in England erlebt, also der Konsum von süßstoffhaltigen Getränken gefördert - und damit...

Was, wenn aber die gewünschten Ergebnisse nur durch Datenmassage zustande kamen? Kein Problem, die gute Absicht genügt! Es spricht der Humanmediziner Dr. Gunter Frank, Mitglied im Vorstand des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften EU.L.E. e.V.


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Damit die Limonade frisch schmeckt und frisch bleibt werden Zusatzstoffe verwendet - natürlich ohne Deklaration. Dadurch haben sogar bromierte Pflanzenöle (ein verbotener Zusatzstoff) den Weg in unsere Softdrinks gefunden. Es spricht der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des EU.L.E. e.V.


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Scharf auf Gewürze

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von Udo Pollmer, Andrea Fock, Monika Niehaus und Jutta Muth

Auszüge aus EU.L.E.N-SPIEGEL 6/2008 -1/2009 S. 38-43

SafranFoto: Serpico
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Safran
Menschen sind die einzigen Lebewesen, die ihre Speisen sowohl salzen als auch würzen. Exotische Gewürze waren jahrhundertelang sogar erheblich teurer als die Nahrung selbst und wurden dennoch in heute schier unvorstellbaren Mengen konsumiert.

Warum weckt gerade das, was ohne jeden Nährwert ist, unsere Begierde? Die übliche Antwort lautet: Weil es uns dann besser schmeckt. Doch das teuerste unserer Gewürze ist geschmacklich auch das lausigste: der Safran (Crocus sativus). Er riecht ein wenig nach...

Fast-Food-Restaurants & Übergewicht: Kein Zusammenhang! 

Fast-Food-Karte© Dmytro Sukharevskyy / www.fotolia.deWer in der Nähe von Fast-Food-Restaurants lebt und arbeitet, der wird dick, so die Titel zahlreicher Medienberichte1. Basis dieser Zeitgeist-Meldungen war wie so oft eine Beobachtungsstudie2. „Grundsätzlich kann eine Beobachtungsstudie keine Kausalität, also keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen“, erklärt Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, „aber was hier an Daten geboten wird, das taugt nicht einmal als Korrelation, sondern nur für herzhafte Lacher: Umgerechnet drei Pommes am Tag können das Risiko für Fettleibigkeit verdoppeln, so das Fazit der Autoren im renommierten British Medical Journal BMJ.“ Noch Fragen? Sicher nicht … Doch! Für Udo Pollmer, wissenschaftlicher Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.) stellen sich zwei Fragen: ...